Folge 8 | Dr. Rainer Esser
Shownotes
Wie gelingt der Führungswechsel an der Spitze eines erfolgreichen Medienhauses und was können andere Unternehmen daraus lernen? In dieser Folge spricht Dr. Iring Christopeit mit Dr. Rainer Esser über seine Übergabe nach 27 Jahren beim ZEIT Verlag, die Auswahl eines Nachfolgers aus den eigenen Reihen und die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren für einen gelungenen Nachfolgeprozess.
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00:00:01: Herzlich willkommen zu unserem neuen Podcast Who's Next, der Nachfolge Talk.
00:00:07: Und diesmal habe ich einen ganz besonderen Gast, Herrn Dr.
00:00:10: Rainer Esser.
00:00:11: Eigentlich musste ich ihn gar nicht vorstellen.
00:00:13: Grüße Herr Dr.
00:00:14: Esers!
00:00:14: Toll dass Sie das mitmachen mit mir.
00:00:17: Eiglich muss ich es Ihnen nicht vorstellen... Ich tue es aber trotzdem mal ganz kurz.
00:00:20: Sie war dann bekanntermaßen bis vor Kurzem CEO und Vorsitzender Geschäftsführung des Zeitverlages den Sie wirklich viele, viele Jahre fast drei Jahrzehnte geleitet haben.
00:00:30: Sie sind jetzt Geschäftsführer auch noch, sie sind Vorsitzender des Aufsichtsrats in der Hamburg Mediaschool und angefangen haben Sie mal.
00:00:39: aber da sagen Sie uns vielleicht dann auch gleich noch was dazu einer klassischen Juristenausbildung?
00:00:43: Insofern willkommen sozusagen auch unter uns Juristen!
00:00:47: Herzlich Willkommen Herr Dr.
00:00:48: Esser.
00:00:48: vielen Dank dass Sie da sind.
00:00:50: Danke
00:00:51: Ja, ich hatte es gesagt.
00:00:53: Sie haben als Jurist einmal angefangen und haben dann aber an der Deutschen Journalisten-Schule in München eine Ausbildung zum Redakteur gemacht.
00:00:59: Das heißt sie wussten nach einer kurzen Karriere in der Rechtsanwalts schafft das es sie woanders hin treibt?
00:01:05: Kann man das so sagen?
00:01:07: Ich habe eine Banklehre gemacht und dann recht intensiv Jura studiert.
00:01:13: in Münchern und in Genf in den USA habe ich ein Master of Law gemacht hab an der Universität als Assistent gearbeitet, dann in München und habe promoviert.
00:01:26: Hab eine Reihe von Praktika gemacht den großen Kanzleien in London, in Washington und Paris Und dann knapp drei Jahre in zwei großen Anwaltskanzlein gearbeitet erst bei Nörr und dann bei Stegemann ließ sie in Hamburg.
00:01:44: die ist dann in Frischfield später aufgegangen.
00:01:49: Ich hatte während meiner Zeit als Assistent an der Uni, war ich eine deutsche Journalistenschule.
00:01:55: Hatte parallel eine Ausbildung zum Redakteur gemacht das mir sehr viel mehr Freude gemacht hat.
00:02:01: als Verträge für Mandanten zu konzipieren und die steuerlichen gesellschaftsrechtlichen Dinge dazu bewerten
00:02:14: kann man vielleicht nachvollziehen mit Verspielsteilen der sozusagen einen gewissen gemeinsamen Staat.
00:02:19: Ich hatte auch mal bei Verspiels begonnen, aber sie haben also schon während des Studiums gemerkt wohin es zieht.
00:02:26: und wenn ich jetzt versuche den Bogen zu spannen wir wollen das Ganze so ein bisschen unter die Unterschrift Nachfolge fassen.
00:02:32: Jetzt steht so ein Ein weiterer Lebensabschnitt an, aber die Nachfolge nach fast drei Jahrzehnten Verantwortung in einem der großen Verlage, die wir haben in Deutschland.
00:02:45: Den Sie auch zu großem Erfolg geführt haben!
00:02:48: Ich erlebe nun viele Unternehmer in meiner Praxis, sie sich jahrelang mit der Frage der Nachfolger herumtragen und es immer weit vor sich weg schieben.
00:02:55: Sie haben's aktiv gestaltet.
00:02:57: wenn Sie früh wussten wann Ihr Moment war als Redakteur ins Journalistenwesen einzusteigen Wann wussten Sie denn, dass der richtige Zeitpunkt ist aus dem Verlag zu gehen?
00:03:09: Der richtige Zeitkund aus dem verlag zugehen.
00:03:12: Der wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern aber der richtige zeitpunkt erst sieben und zwanzig jahren mal das operative segnische geschäft einem nachfolger zu überlassen Das ist ja sehr naheliegend.
00:03:30: Es ist naheliegend.
00:03:32: Wir erleben Sie das jetzt persönlich und beruflich, ist es etwas was Sie auch mit ein bisschen Erleichterung erlebt haben?
00:03:38: Ein bisschen Wehmut, ein bisschen von allem?
00:03:41: Ja, passend haben sie gut zusammengefasst.
00:03:44: natürlich mache operatives Geschäft sehr gerne und in meiner jetzigen Aufgabe bin ich mehr bei Größe und Dingen dabei, bei Kundenprojekten draußen vor allem bei Kunden und bei strategischen Projekten.
00:04:07: Und das Daily Business, die täglichen Joficze da begleite ich wenn ich gerufen werde, sonst erhalte ich mich daraus.
00:04:18: Da hat sie sich raus.
00:04:19: Ist das etwas, was ihnen schwer gefallen ist?
00:04:21: Wo Sie vielleicht auch mal drin gezweifelt haben nicht an Ihrem Nachfolger sondern an dem Schwit als solchen.
00:04:25: oder haben Sie gesagt ich habe jetzt so viele spannende Themen die mich erwarten.
00:04:31: Das ist ihm leicht gefangen.
00:04:32: Ja wie sagt der Hesse Lebe geht weiter
00:04:37: Es geht weiter und bei Ihnen ja auch sehr.
00:04:40: Sie haben es an meiner Ausbildung, ich habe das sehr erzählt.
00:04:43: Ich habe sehr viele unterschiedliche Dinge gemacht im Leben.
00:04:45: Ich hab auch als Redakteur dann drei Jahre gearbeitet und war ein paar Jahre Geschäftsführer eines Zeitschriftenverlages.
00:04:53: Dann vier Jahre in Mainpost bei einer Regionalzeitung.
00:04:57: die siebenundzwanzig Jahre als CEO eines Verlagers – auch wenn der Groß ist und ordentlich gewachsen ist.
00:05:05: Siebenundzwanzig Jahre ist schon sehr ungewöhnlich.
00:05:08: Deshalb ist es gut, dass das jetzt mein Nachfolger macht und dass ich mich auch wieder ein bisschen schwerpunktmäßig mit anderen Dingen befasse.
00:05:20: Leben ist ja nicht Unendlichung, deshalb ist das gar nicht, wenn man auch wieder neue Dinge anpackt.
00:05:27: Das ist ganz wichtig!
00:05:27: Und
00:05:27: das mache ich auch Freude.
00:05:29: Wir machen neue Dinge immer sehr viel Freude...
00:05:33: Können sie's?
00:05:34: Zusammenfassend vielleicht vier, fünf Sätzen.
00:05:36: Was ist genau das, was sie jetzt umtreibt?
00:05:38: Was tun Sie gerade genau?
00:05:39: Wie sieht Ihr Alltag jetzt aus und wo sind die Veränderungen zum bisherigen?
00:05:43: Sie haben gesagt weniger Joe Fixer operatives nur wenn sie gefragt werden.
00:05:49: Ja ich habe eine ganze Reihe von Ämtern, die ich bisher sehr schiefmütterlich behandelt habe.
00:05:56: Eine ganze Reiherenämter, ein Dutzend inzwischen.
00:06:01: Das Wichtigste ist der Aufsichtsrat der Hamburg Media School und da habe ich jetzt natürlich ein bisschen mehr Zeit dafür.
00:06:10: Ansonsten, wie ich Eingang schon sagte, ich kümmere mich um große Gründen der Zeit, ich kümmer mich um strategische Fragen, wie wir auch KI hier im Haus weiter treiben?
00:06:21: Und die Zeit gehört ja zur Verlagsgruppe zu Holzbring Publishing Group und da gibt es Aufgaben, die über die Zeit hinausweichen.
00:06:34: Und ich bin auch noch Geschäftsführer der Dieter von Holzbringmedien zu dir das Handsetzblatt und der Tagesspiegel gehören doch dort geht es ein paar Aufgaben?
00:06:44: Also langweilig wird ihn nicht.
00:06:47: Das konnte ich mir auch nicht vorstellen dass es immer langweillig werden würde oder dass sie jetzt ganz sozusagen einen Rentnerleben vielleicht sich sogar vornehmen Privatiersleben, wie manche sagen.
00:07:00: Das glaube ich passt zu jemanden wie ihnen der so stark Unternehmer ist wahrscheinlich nicht so sehr.
00:07:06: aber gab es denn etwas aus der Lebensplanung heraus wo sie sagten das ist jetzt der richtige Schritt natürlich.
00:07:12: Siebenundzwanzig Jahre ist lange ungewöhnlich lange.
00:07:16: Sie haben aber große Erfolge mit dem Zeitverlag erreicht.
00:07:19: Gab's aus dem persönlichen noch etwas was sie zur Nachfolge motiviert hat?
00:07:24: Ich meine es ist ganz schön, wenn man an Job übergibt, wenn's im Unternehmen richtig gut geht.
00:07:32: Das stimmt ja.
00:07:33: Ja das ist eigentlich das Schönste, wenn wir auf dem Höhepunkt... Man weiß es ja noch nicht ob es der Höhpunkt ist aber auf einem gefühlten Höhelpunkt schon mal abgeben darf!
00:07:43: Das ist jetzt ein guter Zeitpunkt.
00:07:46: Es macht
00:07:47: dem Nachfolger natürlich auch ein bisschen einfacher, wenn ein gut bestelltes Haus wie man früher vielleicht gesagt hätte mit voller Kraft übergeben wird.
00:07:55: Sie haben in der Zeit, in der sie den Zeitverlag geführt haben sich ja sehr erfolgreich mit dem Verlag entwickelt.
00:08:02: gegen Branchen-Trends würde ich sagen, wenn ich das so aus meiner Leserbrille vielleicht sagen darf und vielleicht dagegen entwickeln.
00:08:09: gleichzeitig sagen sie natürlich KI spielt eine Rolle aktuell Die neue Art des Lesens einer Zeit und spielt eine Rolle.
00:08:17: Können Sie sagen, was Ihre wichtigsten strategischen Entscheidungen waren als Führungskraft?
00:08:21: Kann man das zusammenfassen nach siebenundzwanzig Jahren?
00:08:25: Ja also ich meine, das Geschäft ist eigentlich sehr einfach.
00:08:30: Es gibt ausreichend Ideen.
00:08:34: Man muss sich nur... finden, man muss sie nur praktisch heben.
00:08:39: Wir sind jetzt fourteenhundert Menschen hier im Haus?
00:08:42: Ja!
00:08:42: Die wollen alle fourteenhundert, die wollen irgendwie beitragen und haben wieder Freunde und Bekannte, die ihnen was erzählen ... Man muss diese möglichst vielen hier im Hause zusammenkommen und sie auch auf Bühnen heben, wo Sie sich einbringen mit Ihren Ideen.
00:08:58: und dann, wenn ich diese Ideen wirklich ... wir haben im Haus hier ... Ich könnte nieder schreiben über ... vier Dutzend Produktideen, die dann halt ein bisschen priorisieren und die Kollege an Kollegen begeistern, dass sie zusätzlich zu dem was Sie machen jetzt noch etwas Neues machen.
00:09:19: Und die Dinge zügig auf die Straße bringen nicht mit großem Aufwand und dann gucken alle auf die Milestones und werden wieder erreicht.
00:09:29: Wenn man so einen großen Aufwand betreibt und sich Marktforschung gemacht hat, dann sind die Anlaufkosten schon so gigantisch.
00:09:35: Und dann ist man dann traurig wenn es nichts bringt.
00:09:38: deshalb mit kleinem Aufwand möglichst schnell auf die Straße bringen und danach füttern Neujustieren im Worst Case auch wieder einstellen.
00:09:49: glaube ich, wichtig für einen Mittelständler von unserer Größe.
00:09:53: Siemens, wenn die ein neues Werk bauen, dann können sie nicht mit kleinen Mitteln das irgendwie machen.
00:09:58: Das ist sein großes Ding bei uns.
00:10:01: unsere Produkte, die wir neu launchen, neue Geschäftsfelder, die wie neu angehen da kann man auch mit deutlich kleinerem Aufwand und sehr überschaubal die Dinge machen.
00:10:12: nur schnell.
00:10:13: kleiner Aufwand
00:10:18: Das heißt, zum Fördern von Talenten gehört auch ein Stück weit dazu da frei darum zu lassen.
00:10:22: Ein bisschen ausprobieren lassen mal was testen lassen.
00:10:26: ja
00:10:26: klar gerade heute so früher gab es einen Generaldirektor nicht der dann erzählt da geht's lang und wurde dann vielleicht auch mal ein bisschen autoritärer.
00:10:36: und dann gab es diese Hierarchiestufen.
00:10:38: das alles funktioniert Heute, Talente die wollen nicht irgendwie eine Herarchie arbeiten und irgendwie in fünf Jahren haben sie mal Verantwortung.
00:10:48: Die wollen schnell Selbstwirksamkeit spüren.
00:10:53: Deshalb ist es schön, wenn man ein Unternehmen ist wo es flache Hierarchien gibt und wo junge Leute, die was auf dem Kasten haben auch schnell Verantwortung bekommen für neue Projekte.
00:11:05: Das ist sicherlich eine Entwicklung Versuche einzusortieren, die auch durch die junge Generation getrieben wird.
00:11:11: Die einen ganz anderen Umgang mit Digitalen haben, aber auch mit sich selbst und dem Wunsch zu präsentieren oder gesehen werden.
00:11:22: Digitaler Wandel ist ja so ein großes Wort, fast schon abgenutztes Wort.
00:11:26: Alles ist irgendwie den digitalen Wandel unterworfen aber es denke ich für ein originäres Printmedium ja schon eine große Herausforderung gewesen diesen Schritt zu gehen anders wahrgenommen zu werden auch dort.
00:11:40: Ihnen ist es gelungen?
00:11:41: Gibt's da einen Geheimrezept oder gibt's eins was Sie verraten?
00:11:45: Das ist ja relativ offen!
00:11:47: Digitaler Wandel ist das Beste was uns passieren konnte.
00:11:51: Früher gab es, da wurde ein Artikel geschrieben und der ist dann am nächsten Tag oder die nächste Woche auf Papier erschienen.
00:12:00: Wer den gelesen hat?
00:12:02: Ob er gelesen wurde?
00:12:03: Who
00:12:04: knows?!
00:12:04: Keiner wusste das!
00:12:05: Heute für einen Journalisten und auch für Verlage ist ein Eldorado.
00:12:10: Es gibt weiterhin Print, es gibt Digitales, es hat Audio, es wird Video, Social Media auf dem man die Marke und die Inhalte und die Autoren raushauen kann und es gibt Bühne.
00:12:27: also es ist ein El Dorado für jemanden der Ideen hat und die auch gerne auf die Straße bringt als Journalist, aber auch im Verlag.
00:12:37: Und Sie können wahrscheinlich besser nachverfolgen, was die Bedürfnisse der Leserschaft sind?
00:12:41: Weil sie ein gewisses Tracking hinbekommen über diese
00:12:45: Digitalisierung.
00:12:46: Klar!
00:12:46: Die Digitalisierung mit den Daten, was man da alles tracken kann, das macht die Produkte natürlich viel besser.
00:12:54: Man sieht fast gelesen wird und wo man dann mehr bringen kann oder erbringen sollte, wo man noch tiefer ansteigen sollte ... Und auch KI ist ein Traum, weil KI hilft halt beim Research ungeheuer.
00:13:11: KI bringt nicht die neuen originären Ideen und die Verknüpfungen ... Da muss das sein, Brainwork vom Autor, vom Redakteur, ne?
00:13:22: Aber KI hilft natürlich.
00:13:24: von zwei Minuten hat man dosiers und der Research ist deutlich, deutlich.
00:13:33: Vereinfacht und viel schneller.
00:13:36: Ja, Geschwindigkeit ist ja ein Thema.
00:13:39: Also es war schon immer so.
00:13:40: die Nachricht von heute ist eigentlich gleich die Nachrichten vom gestern aber jetzt ist das ja noch viel mehr so dass wir sagen müssen Die Informationsflüte so hoch man hat so schnell den Zugang zu Informationen Dass sie ja immer sehr schnell sein müssen, aber trotzdem mit dem Anspruch sauber recherchiert zu haben.
00:13:58: Das ist vielleicht die Kunst, die dann bleibt.
00:14:01: Die Recherche und die Solidität bleibt ja an der Stelle.
00:14:04: Wahrscheinlich noch.
00:14:05: Also, Sie fördern Talente?
00:14:06: Sie haben Talente bei sich im Haus.
00:14:09: Es ist schön zu hören dass es das gibt.
00:14:11: Das ist auch ein positiver Blick finde ich auf die Gesellschaft in Deutschland der den nicht eigentlich unterstützen möchte und es ist nicht alles schlecht.
00:14:18: Ist nicht alles negativ sondern wir haben kreative gute Menschen in unseren mittelständischen Unternehmen.
00:14:24: Wir haben in Deutschland weltweit.
00:14:28: sicherlich gehören wir zu den Frontrunnern was die Ausbildung angeht.
00:14:33: auch diese duale Ausbildungen und also Schulen können besser sein, aber wenn wir uns jetzt vergleichen mit dem was sonst so um uns herum passiert wie meine auch in USA wird mehr gearbeitet.
00:14:49: Aber die Unis da gibt es ein paar Spitzenunis, die Spitzenleistung drin, aber in der Fläche sind wir deutlich besser?
00:14:57: Ja Ja, das denke ich auch und haben einen Zugang für mehr Menschen ermöglicht in gute Ausbildung zu kommen.
00:15:05: Das ist nicht so elitär wie es speziell in den USA ist.
00:15:09: Jetzt schauen wir nochmal auf Ihre Nachfolger.
00:15:11: Haben Sie Ihren Nachfolgeprozess konkret geplant?
00:15:14: Gab's da ein Fahrplan?
00:15:16: Haben sie sich eine Matrix gebaut?
00:15:19: oder ist das etwas was letztlich weil die Talente auch so hoch geboren wurden dann doch ja fast automatisch kamen?
00:15:27: Ja, so von allem ein bisschen.
00:15:28: Und da gibt's natürlich auch den Eigentümer hier, ne?
00:15:31: Wir haben ja zwei Gesellschaften und das ist ja vor allen Dingen eine Frage der Gesellschafter auf wen sie das zutrauen.
00:15:39: Wichtig!
00:15:40: Da haben mich natürlich auch schon vor einiger Zeit gefragt wer jetzt in dem Führungskruh derzeit das Zeug dazu hat.
00:15:51: Und dann gibt es einige ... Und es gibt einen CEO, aber die Geschäftsführung besteht aus drei.
00:16:01: Das ist ein Digital Hero und das ist eine Kaufmanuschefin ihres Ustermeier.
00:16:11: Der CEO ist Nils von der KAL, der auch schon seit zwei Jahren für den Vertrieb und für das BtoB-Geschäft.
00:16:22: verantwortlich ist.
00:16:23: Ja,
00:16:25: also das darfst ich mir auch eben dass die Gesellschaft natürlich eine Rolle spielen.
00:16:29: wahrscheinlich spielt ein Aufsichtsrat einer Rolle dabei dass das ein gesamter gut funktionierender Prozess ist.
00:16:36: haben sie was erlebt wo Sie sagen da haben wir an der Übergabe nicht optimal gearbeitet da hätte man etwas besser machen können.
00:16:42: es gibt zum Learning was man mitgeben kann zu sagen naja also hätte ich gewusst dass es dann dort hakelt hätte man das vorher sehen können.
00:16:51: Es hakelt nirgendwo.
00:16:54: Also mein Nachfolger als die O-Mail im Arbeiten ist seit zehn Jahren sehr eng zusammen, das ist ein ganz
00:17:03: fließend
00:17:04: wunderbar gelaufen.
00:17:05: Also optimal!
00:17:06: Deswegen habe ich auch gedacht man kann von ihnen da wirklich was lernen denn ich mache ja sehr viele Unternehmensnachfolge und sehe eben dass es dann doch mal hakelt.
00:17:15: Dann ist so die Frage Wo krennt sich mich als früherer Geschäftsführer oder Inhaber eines Unternehmens ab, zwischen?
00:17:23: ich unterstütze noch?
00:17:25: Oder ich mische mich noch ein.
00:17:27: Das ist ja eine
00:17:29: sehr wichtigen Punkt, den Sie da gerade ansprechen.
00:17:31: Es ist ja ganz logisch, dass ein Nachfolger oder einen Nachfolgeren das anders macht als der Vorgänger.
00:17:38: Das is gut fürs Unternehmen weil da kommen neue Ideen rein Und das ist wunderbar, nur da muss man der Nachfolger auch akzeptieren.
00:17:49: Wenn er rumläuft und allen erzählte ich hätte es anders gemacht dann schadet er dem Unternehmen, schadete sein Nachfolge und schadets sich selbst auch.
00:18:01: Ja, das ist gerade ein Punkt den ich absprachen wollte.
00:18:04: was würden sie anderen Unternehmern raten die das Unternehmen dann eben beratend noch weiter betreuen sozusagen?
00:18:10: Das ist der Punkt!
00:18:11: Man darf eben vielleicht sagen Es als Angebot zu verstehen, ich bin noch da wenn ihr mich braucht aber ich mische mich nicht ein.
00:18:19: Denn Sie haben natürlich über die siebenundzwanzig Jahre und aus den Zeiten davor extrem viel Erfahrung.
00:18:25: Aber jetzt dürfen auch neue Ideen kommen.
00:18:29: das ist wahrscheinlich so ein Erfolgsfaktor dass es hinterher gut und harmonisch weiter zusammen klappt.
00:18:35: Das würde ich so verstehen.
00:18:37: Können Sie es auf drei Erfolgsfaktoren reduzieren, wenn Sie sagen das ist das woran man denken muss bei einer Nachfolge gibt's da irgendwie vielleicht drei extreme Punkte die man herausziehen kann, die man highlighten kann?
00:18:51: Am schönsten ist es, wenn die Nachfolger aus dem eigenen Unternehmen kommt.
00:18:57: Das ist sicherlich am schönsten und deshalb muss man eine starke Führungsmannschaft haben.
00:19:04: Das wächst ja nicht von heute auf morgen.
00:19:07: Die Führungsmannschaft, da müssen gute Leute sein, wenn sie um sich herum eine Leute scharen, die ihnen das Wasser nicht reichen können damit sie ihn auch am stärksten strahlen, dann ist das tödlich fürs Unternehmern.
00:19:23: Denn wenn Sie weg sind, dann ... ist Mau.
00:19:26: Also brauchen Sie, sehe ich das erste, eine gute Mannschaft aus der dann auch ein paar Den Finger heben und sagen, ich könnte das auch.
00:19:38: Auch das Zeug dazu haben.
00:19:40: Das ist sehr wichtig.
00:19:43: Und dann ... konkret halt so ein bisschen den Übergang von ein paar Monaten oder vielleicht ein halbes Jahr.
00:19:51: Ist auch ganz schön wenn das langfristig läuft also nicht von heute auf morgen.
00:19:56: Ganz sprechig ist für dieses Unternehmen, wenn es von heute aus morgen der Chef abtritt Und da kommt von außen jemand rein.
00:20:05: Ja, muss ich ja dann einarbeiten, der kennt das nicht und so sollte man nur einen Notfall machen.
00:20:11: Deshalb gute Mannschaft aus der sich die Nachfolgerin oder der Nachfolge irgendwie selber herausentwickelt, dann den Prozess halbis Jahr, ein Jahr, also ... Nicht zu lange, ne?
00:20:27: Weil dort ist er der CEO-Lame-Duck, ne!
00:20:29: Der andere, der kann noch nicht so richtig ran.
00:20:32: Also dieser Übergangszeit
00:20:33: ... Man sieht Zweile in Dachs ja!
00:20:35: Sollte jetzt sich ewig dauern.
00:20:38: und dann das Dritte worüber wir gerade sprachen, dass sich dann der Neue und der Alte, dass sie sich absprechen, wo die sich gegenseitig beraten und helfen.
00:20:51: Und es wird auch liebevoll und freundschaftlich machen.
00:20:55: Ja Wunderbare Zusammenfassung.
00:20:58: Das kann man eigentlich so mal runterschreiben, dass man sagt das sind eigentlich die gute Anleitung um weiterzumachen.
00:21:04: Kann denn ein Unternehmen auch scheitern selbst wenn es wirtschaftlich gut dasteht?
00:21:08: Wenn die Nachfolge zu spät kommt?
00:21:11: also nun sie waren sehr lange CEO aber ich glaube in jedem Fall stand das nie zur Debatte.
00:21:20: Aber ich erlebe natürlich schon auch dann Unternehmer Ja, mit weit über neunzig dann immer noch das Ruder in die Hand nehmen wollen oder sogar zurückkehren.
00:21:29: Auch das hatte ich schon er übergeben haben ohne zu rückkehrende
00:21:33: große bellheim Mit Mario Adolf
00:21:37: an sowas kann man denken.
00:21:38: also Ich glaube es gibt solche Exempel wobei ich mir immer schwer tu zu sagen Das liegt nur daran dass Es zu spät kommt.
00:21:45: ich glaube das liegt nicht nur am zu späts sondern das hat Dann viele andere faktoren warum's das unternehmen die scheitern führt?
00:21:52: ja Ich meine, es gibt ja einen juristischen Fachverlag in Deutschland dessen CEO mit einer neunzig oder zweineinzig von Bord gegangen ist.
00:22:06: Das Unternehmen ist hoch profitabel und dass der CEO so lange das Schiff geführt hat, hat dem Unternehmen durchaus gut getan?
00:22:20: Ja!
00:22:21: Ist richtig!
00:22:22: Es gibt, das Alter ist jetzt nicht unbedingt das Kriterium.
00:22:29: Das Kriterum ist ob die Frau oder der Mann in der Spitze, ob sie weiterhin hungrig sind, neugierig sind den Willen haben das Unternehmen voranzubringern, den Fortschritt umarmen sehen wohin die Branche läuft.
00:22:48: Das sind die entscheidenden Kriterien und weniger das Alter.
00:22:54: Das sehe ich ganz genau so.
00:22:55: Man muss einfach weiter bis zum Schluss der Unternehmer bleiben mit Vision, mit Kreativität und Offenheit.
00:23:02: Und dann ist es wahrscheinlich gar nicht so sehr eine Frage des Alters sondern vom Mindset.
00:23:06: Da gibt's viele Jüngere die daran schon scheitern und Ältere dies noch gut hinbekommen.
00:23:10: Also erlebe ich das immer wieder!
00:23:12: Wir kommen ein bisschen zum Abschluss.
00:23:14: Findest du großartig dass Sie sich ohnehin so viel Zeit nehmen mit mir zu sprechen?
00:23:17: Vielen Dank!
00:23:18: Es ist ein bisschen eine generische Frage, aber ich glaube sie interessiert doch immer wieder.
00:23:22: Gerade weil ich glaube dass auch viele Jüngere ihnen zuhören auf ihren Kanälen in folgend.
00:23:27: ich sehe sie sehr aktiv auch flinkt ihn zum Beispiel.
00:23:31: und die frage haben Sie in Ihrer Laufbahn auch mal das Gefühl gehabt jetzt haben Sie sich falsch entschieden.
00:23:38: Jetzt würde ich einen Schritt anders gemacht haben.
00:23:41: oder können Sie heute sagen Ich weiß es nicht vorweg nehmen?
00:23:45: Auch jeder Fehler, die ich vielleicht gemacht habe oder was ich damals als Fehler empfunden habe auf der langen Linie waren es alles Schritte in die richtige Richtung.
00:23:57: Das ist eine lustige Frage.
00:24:00: Also erst mal zum Fehlerbegriff selbst.
00:24:04: Ich hab niemand mit mir im Haus jemals, der etwas gemacht hat, das nicht zum Erfolg geführt hat gescholten ja?
00:24:14: weder unter vier Augen noch Kurampubliko, weil derjenige, der jetzt da nicht revisiert.
00:24:25: Der ist ja selber erst mal betroffen und traurig.
00:24:30: Und wenn ich da jetzt noch einen draufgebe was für ein Mehrwert bringt das?
00:24:35: Null!
00:24:36: Genau das ist der gegenteilige Effekt.
00:24:38: Wenn man das Kuram Publikum macht, dann ist es total bescheuert, ne?
00:24:43: Weil das hat ja zur Folge, dass sich da niemanden ertraut neue Dinge zu machen.
00:24:47: Könnte ja nicht registrieren.
00:24:49: und dann kommt ein Doofmann und erzählt dann auch Kuram-Publiko von irgendwelchen Fehlern.
00:24:55: also da sollte jeder der Führungsposition hat sehr vorsichtig sein mit diesen Fehlernen.
00:25:07: Meine Fehler jetzt, natürlich retrospektiv gibt es auch eine Reihe von Dingen.
00:25:15: Wenn ich die jetzt betrachte, die vielleicht da dort Verhandlung anders gemacht oder Aktionen, die dann nicht registriert hat, logisch gehört dazu.
00:25:28: Es gibt gravierende Fehler zum Beispiel aus der Industriegeschichte.
00:25:33: wenn sich anschauen Das Unternehmen Thyssen-Krop hat in Brasilien einen Stahlwerk gebaut.
00:25:41: Und ich glaube, in Minneapolis ... Dann noch ein zweites, was den Stahl aus Brasilien dort veredeln sollte, ja?
00:25:50: Ja.
00:25:50: Da sind viele Milliarden in Sand gesetzt worden.
00:25:53: Das muss man schon sagen, das ist kein Lern so ... Was aus dem man lernt, das war schon ein Fehler.
00:26:01: Es gibt andere große Industrieunternehmen die ähnliches auf den Weg gebracht haben.
00:26:09: bei uns in unserem mittelständischen Geschäft ist es ja so dass die Dinge die wir neu anfangen vor allen Dingen wenn wir sie mit einem kleinen Invest starken jetzt alle sehr, sehr einfach zu verkraften sind.
00:26:23: Deshalb würde ich mal sagen bei uns ein richtiger Fehler ist nur nichts zu machen, nichts Neues zu machen.
00:26:30: sich nicht trauen das sind Fehler die kann man dann sie ... Die sind dann zwar nicht fassbar aber die merkt dann das Unternehmen irgendwann weil Unternehmen da stagniert verliert.
00:26:44: Deshalb würd ich sagen dass es der einzige Fehler in unserem mittelschränkischen Geschäft, das wirklich gravierend ist wenn man sich nicht traut neue Dinge zu machen.
00:26:57: Wenn man nicht schaut wie entwickelt sich die Branche und die Möglichkeiten ergreift wie es gibt.
00:27:05: Ich denke, das gilt universell für Ihre Branche und uns als Dienstleister.
00:27:10: Das gilt aber auch fürs produzierende Gewerbe.
00:27:12: Und ich habe es bei Ihnen auch so rausgehört, höre es aus manchen Ihrer Posts heraus.
00:27:17: Ich glaube wir haben da eigentlich eine ganz gute Kultur in Deutschland, dass wir viel Antrieb noch haben, den man auch positiv sehen kann!
00:27:25: Es ist alles gar nicht so schlimm wie es vielleicht ist sondern wir haben immer noch Ressourcen im Mittelstand gebündelt die genau diese Kräfte frei setzen, kreativ zu sein vorne mitzuschwimmen auch Innovationen zu fördern.
00:27:41: Es ist gar nicht schlimm in diesem Land.
00:27:43: ich lebe gerne in Deutschland und ich würde auf allen den Rat geben die immer von ihrem Plan B sprechen irgendwelchen Uruguay oder sonst wohin.
00:27:52: das sollen sie lieber im Ruhe.
00:27:55: Jeder hat die Freiheit so was zu machen, aber in der Öffentlichkeit sollen sie lieber den Mund halten.
00:28:01: Denn in diesem Land haben Sie ihr Vermögen gemacht und da haben Sie auch Verantwortung für das Land.
00:28:05: Und nicht wenn es ein bisschen schwieriger jetzt geworden ist mit der Energie und so dann zu sagen ich habe jetzt einen Plan B und ich gehe irgendwie ins Ausland oder so.
00:28:15: Können Sie machen?
00:28:16: Aber sollen lieber Mund halten darüber!
00:28:19: Ja, denn das hat eben diese demotivierende und sich verbreitende Negativität dann zur Folge.
00:28:26: Bin ich ganz bei Ihnen?
00:28:27: Wer geht soll gehen aber kannst gerne in Ruhe tun.
00:28:31: alle anderen haben mit Deutschland ein Land vor sich wo man auch sehr viel Schönes und Gutes bewirken kann.
00:28:36: wenn wir mal die Welt schauen jetzt will Ich den Blick nicht zu groß ziehen Wir Haben so viele Herrde auf der welt Wo es Ganz Ganz Schlimm gerade ist Wo keine freiheit besteht wo wir Menschen haben Die inkrieg leben sind in der Existenz.
00:28:50: Das muss nicht der Maßstab sein, aber so lange wie es uns hier in Deutschland wirtschaftlich und persönlich gut geht haben wir glaube ich sehr wenig Leid zu beklagen.
00:29:00: Für dieses Jammern rummotzen und ständig kritisieren und schlechte Laune verbreiten ätzend ja vollkommen deplatziert.
00:29:09: Wir leben hier im Landen ganz viel Freiheit
00:29:13: Das ist vollkommen richtig.
00:29:14: Es gibt
00:29:14: Freiheit, man kann eine Meinung äußern wie ich will, ich kann dir die Geschäfte machen wie ich willst.
00:29:20: es gibt keinen großen Bruder der Medaille über die Schulter schaut.
00:29:24: es gibt freie Medien.
00:29:26: hier kann alles noch besser sein aber wenn wir schon mal vergleichen mit vielen anderen Ländern dann geht das uns verdammt gut und wir haben verdamm viel Freiheit hier.
00:29:37: Das ist ein sehr schönes Schlusswort, darf ich sagen.
00:29:40: Ich freue mich darauf, ob es von Ihnen vielleicht mal, weiß ich nicht, Rückblicke aus Ihrer Karriere gibt oder ob Sie mal Memoanen schreiben.
00:29:47: dafür sind sie noch zu frisch dabei.
00:29:49: aber... Keine
00:29:50: Rückblickel!
00:29:51: Vorrag!
00:29:52: Nur nach vorne.
00:29:54: Aber
00:29:54: vielleicht kommt ja nochmal ein Buch von Ihnen wo Sie genau diese Vision mitgeben.
00:29:57: oder Sie beschränken sich auf die modernen Medien?
00:29:59: Ich weiß es nicht.
00:30:00: Es gibt ausreifend Bücher mit Rückblicken, die keiner liebt.
00:30:05: Und das mag sein Dann schauen wir gemeinsam nach vorne.
00:30:08: Ich sage ganz, ganz herzlichen Dank, Herr Dr.
00:30:10: Esser!
00:30:11: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:30:12: Ich hoffe es war für Sie nicht zu viel Zeitrauben.
00:30:15: Ich weiß wie eng getaktet Sie immer noch sind.
00:30:18: Herzlichen Dank dafür und ich freue mich, wenn wir uns das nächste Mal vielleicht
00:30:20: wiedersehen.
00:30:21: Fein alles Gute.
00:30:23: Herzliche Dank.
00:30:24: Bye bye.
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